Biographie

Bereits seit 1926 gab es ein Basler Streichquartett. 1996 formierte es sich neu an der Musik-Akademie Basel mit der Geigerin Susanne Mathé. In der aktuellen Besetzung mit Hyunjong Reents-Kang, Violine, Teodor Dimitrov, Viola und Alexandre Foster, Violoncello finden sich vier international gefragte Kammermusiker mit reicher Konzerterfahrung zusammen. Zu ihren Lehrern und Förderern gehörten Walter Levin, das Alban Berg Quartett, György Sebök, György Kurtag, Isaac Stern und Ferenc Rados. Mit seinen thematischen Programmen, auch in spartenübergreifender Zusammenarbeit mit RegisseurInnen, SchauspielerInnen, bildenden KünstlerInnen, TänzerInnen und SchriftstellerInnen (u.a. Franz Hohler, Urs Widmer, Peter Schweiger, Wolfgang Beuschel und Matthias Schuppli), hat es sich schweizweit und international einen Namen gemacht.

In den ersten Jahren seines Bestehens gewann das Basler Streichquartett diverse internationale Preise, unter anderem beim Internationalen Max Reger Quartett-Wettbewerb in Weimar. Es wurde von der Basler Orchestergesellschaft (BOG) und dem Kanton Basel-Landschaft ausgezeichnet. Bald darauf erschien die erste CD mit Werken von Haydn, Beethoven, Wolf und Kurtag bei amphion records.
Das Basler Streichquartett spielte an internationalen Festivals in Paris, Jerusalem und Schleswig-Holstein, wo seine Konzerte von Publikum und Presse enthusiastisch aufgenommen wurden. Einladungen zum Internationalen Musik­monat Basel, zum Davos-Festival, von der IGNM Basel und der IGNM Bern folgten. Zur Schönberg-Ausstellung in der Frankfurter Schirn gab es ein Lecture-Recital mit Walter Levin.
2006 debütierte das Basler Streichquartett in der Tonhalle Zürich. In den letzten Jahren waren Höhe­punkte eine Rumänien-Tournee, Konzerte am Veress-Festival Bern, an der Schubertiade von Espace 2, die Kompositionswerkstatt am Festival Ernen Musikdorf und eine Schweiz-Tournee im Quintett mit Thomas Demenga. 2014 war das Basler Streichquartett u.a. beim Hans Huber Fest zu hören. 2015 trat es beim Internationalen Scelsi Festival auf. In der Saison 2016/2017 trat das Basler Streichquartett u.a. beim Festival «Murten Classics» und bei der Gesellschaft für Kammermusik in Basel auf. 2019 folgten Einladungen zur Internationalen Musikfestwoche Meiringen und zum Festival Sine Nomine in Lausanne.
Eine CD mit den beiden Streichquartetten von Sándor Veress sowie seinem Konzert für Streich­quartett und Sinfonieorchester (Welt-Ersteinspielung mit dem Hungarian Symphony Orchestra unter Jan Schultsz) ist im Oktober 2013 bei Toccata Classics (London) in Zusammenarbeit mit Radio DRS erschienen. 2015 wurden die beiden Klavierquintette von Hans Huber mit dem Pianisten Jan Schultsz eingespielt.
In den letzten Jahren wurden unter anderem Quartette von Charles Koechlin (Freiburg/Albert-Konzerte), Daniel Glaus, Daniel Biro, Gustav Friedrichson, Mathias Ruegg, Chris Weinheimer (Zusammenarbeit mit dem Saarländischen Rundfunk) und Martin Derungs uraufgeführt. 2009 kam es zur Uraufführung des dem Basler Streichquartett gewidmeten Werkes «Zweigung» von Roland Moser. 2012 vergab das Basler Streichquartett einen Kompositionsauftrag an Cécile Marti. 2019 wurde das Streichquartett "Wanderer" von Andreas Pflüger uraufgeführt.

Susanne Mathé, Violine, ist seit 1996 Primaria des Basler Streichquartetts und ist Initiantin zahlreicher spartenübergreifender Projekte. Sie war Schülerin von Françoise Zöldy-Pfister und studierte bei Thomas Füri (Basel), Viktor Liberman (Utrecht), Sándor Végh (Salzburg), Loránd Fenyves (Toronto), beim Alban Berg Quartett (Köln) und nahm an Meisterkursen u.a. bei György Kurtág, Isaac Stern und András Schiff teil. Im Bereich der historischen Aufführungspraxis erhielt sie wichtige Impulse von Musikern wie Nikolaus Hanoncourt, Erich Höbarth und Johann Sonnleitner.

Als Solistin trat sie u.a. mit Orchestern wie dem Kölner Kammerorchester (China-Tournée), dem Radiosinfonieorchester Basel, dem Basler Sinfonieorchester, dem Nord Nederlands Orkest, der Camerata Salzburg und in der Philharmonie Lemberg (Ukraine) auf. Die Geigerin konzertierte u.a. bei Festivals in Berlin, Schleswig-Holstein, Weimar, Venedig, Davos, Cornwall, Jerusalem, Paris, Buenos Aires, Meiringen und Ittingen, in der Wigmore Hall London und der Carnegie Hall New York.

Susanne Mathé wirkte als Konzertmeisterin im West Australian Symphony, im Württembergischen Kammerorchester Heilbronn, im Kammerorchester Basel und im Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin. 2012 leitete sie die Camerata Salzburg.
Seit 2001 ist sie Mitglied in András Schiffs „Cappella Andrea Barca“. Sie gab Meisterkurse in China, Brasilien und der Ukraine und betreut eine Violinklasse in Basel.



Hyunjong Reents-Kang, Violine, aus Basel, wuchs in Seoul, Südkorea auf. Sie gewann bereits in jungen Jahren unter anderem den koreanischen Nationalwettbewerb.

Mit sechzehn Jahren kam sie in die Schweiz und studierte bei Max Rostal und Igor Ozim an der HdK Bern. Sie nahm an Meisterkursen bei Tibor Varga, Yfrah Neamann und Felix Andrievski teil. Ihre Kammermusikausbildung erhielt sie von Walter Levin, Hatto Beyerle, Siegfried Palm und György Kurtag.
Wertvolle Impulse für ihr Spiel erhielt sie durch die Zusammenarbeit u.a. mit Thomas Füri, Ana Chumachenco, Erich Höbart, Heinz Holliger, Antje Weithaas und durch Kammermusikpartner wie Thomas Demenga, Patrick Demenga, Hiroko Sakagami, Isabel van Keulen und dem Carmina Quartett.
Zahlreiche Konzerte führten die Violinistin durch Europa, Asien und Südamerika. So trat sie als Solistin u.a. mit dem Seoul Sinfonieorchester und der Camerata Bern auf und wirkte bei dem Yehudi-Menuhin-Festival Gstaad, dem Forum Soroptimist International Schweiz, den World New Music Days in Hongkong und Guangzou, China und dem Ensemble Explorations, Belgien mit. Sie spielte mit Orchestern wie dem Tonhalle-Orchester Zürich, dem Zürcher Kammerorchester und als Konzertmeisterin mit dem Symphonieorchester Argovia Philharmonic. Seit 2007 ist Hyunjong Reents-Kang Lehrerin für Geige und Kammermusik an der Musik-Akademie Stadt Basel. Sie ist Mitglied der Camerata Bern und des Norea Trios.

  


Teodor Dimitrov, Viola, wurde in Plovdiv, Bulgarien, geboren und lebt in Basel. Nach seinem Violinstudium an der University of Missouri, Saint Louis, USA, absolvierte er 2012 seinen Master Performance für Violine an der Musik-Akademie der Stadt Basel bei Ilya Gringolts. 2016 folgten die Master  Performance und Master Pädagogik für Bratsche bei Geneviève Strosser in Basel.

Neben Auftritten mit dem Arianna String Quartet in Residence war er auch Mitglied des Honors Streichquartetts der University of Missouri, St. Louis. Seit 2012 ist Teodor Dimitrov Mitglied beim Gstaad Menuhin Festival Orchester und wirkte im Kammerorchester Basel, im Opernhaus Zürich, in der Camerata Musica Luzern, sowie als stellvertretender Solo-Bratschist im Sinfonieorchester St. Gallen mit. Seit 2015 ist er Solo-Bratschist im Collegium Musicum Basel.  

Teodor Dimitrov trat in den letzten Jahren regelmässig als Solist sowohl mit der Violine  als auch mit der Bratsche in der Schweiz und im Ausland auf. 


 

Alexandre Foster, Cello, wurde in Kanada geboren und lebt in Basel. Er tritt als moderner Cellist sowie auch als Barockcellist mit führenden Künstlern beider Fachrichtungen in einigen der renommiertesten Sälen Europa auf.

Zu seinen Lehrern zählen Thomas Demenga, Conradin Brotbek, Rainer Schmidt und Ferenc Rados. Die Faszination für historisch informierte Aufführungspraxis führte Alexandre Foster an die Schola Cantorum Basiliensis in Basel. Dort schloss er 2014 mit dem Master of Arts in Early Music bei Christophe Coin (Barockcello) ab.

Als begeisterter Kammermusiker ist Alexandre Foster Gründungsmitglied des Calvino Trios. Mit diesem hat er bereits Konzerte auf der ganzen Welt gegeben. Bei Wettbewerben gewann das Calvino Trio den ersten Preis „Norbert Schenkel“ bei der Jeunesse Musicale Competition 2015 in der Schweiz und den ersten Preis „Orpheus“ bei der Swiss Chamber Music Competition 2016. Des Weiteren spielt Alexandre Foster im Barock-Ensemble „Les Passions de l’Ame“. 2010 wurde er für die Uraufführung der Sonate von Hermann Keller ausgezeichnet, welche von Radio SWR 2 mitgeschnitten wurde.

Alexandre Foster hat mehrere Jahre an der Hochschule der Künste Bern und an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart unterrichtet. Seit 2017 ist er Cellolehrer an der Musikschule Konservatorium Bern. Ausserdem wird er regelmässig als Dozent für Meisterklassen in ganz Europa eingeladen.

Biography

The Basel String Quartet existed in 1926 already. 1996 it was newly founded by violinist Susanne Mathé at the Basel Music Academy Basel. The current other members, all internationally sought-after and highly experienced chamber musicians, are Hyunjong Reents-Kang, violin, Teodor Dimitrov, viola und Alexandre Foster, Cello. Their mentors included such prestigious musicians as Walter Levin, the Alban Berg Quartet, the Amadeus Quartet, György Kurtág, György Sebök, and Ferenc Rados. The quartet has made a name for itself both in Switzerland and abroad with its themed programmes, including transdisciplinary collaborations with actors, directors, artists, dancers and writers.
In the early years, the quartet won numerous international prizes. Their first CD appeared shortly thereafter with works by Haydn, Beethoven, Wolf and Kurtag. The Basel String Quartet has performed at international festivals in Paris, Jerusalem and Schleswig-Holstein, where their concerts were received enthusiastically by both public and press. There followed invitations to the Internationaler Musikmonat Basel, the Davos Festival, and the IGNM in both Basel and Bern. As part of the Schoenberg Exhibition at the Frankfurt Schirm they gave a lecture recital with Walter Levin.
In 2006 the quartet gave its Zurich Tonhalle debut. Highlights from recent seasons include a tour of Romania, performances at the Bern Veress Festival and the Espace 2 Schubertiade, the Ernen Musikdorf Festival composition workshop, and a Swiss tour in quintet formation with Thomas Demenga. In 2014 the quartet performed at the Hans Huber Fest, and in 2015 at the International Scelsi Festival. 2016-2019 followed Invitations to international festivals like "Murten Classics", the "Musikfestwoche Meiringen" and the "Festival Sine Nomine", Lausanne.
A CD with both the string quartets and the Concerto for String Quartet and Symphony Orchestra by Sandor Veress (first recording, with the Hungarian Symphony Orchestra under Jan Schultsz, in collaboration with Swiss Radio DRS) was released in 2013 by the UK label Toccata Classics. In 2015 they recorded Hans Huber’s two piano quintets with pianist Jan Schultsz. In the 2016/17 season the Basel String Quartet performed at the Murten Classics international festival.
Over the years the quartet has premiered works by such composers as Charles Koechlin, Daniel Glaus, Daniel Biro, Gustav Friedrichson, Mathias Ruegg, Chris Weinheimer (in collaboration with Saarländischer Rundfunk) and Martin Derungs. In 2009 they gave the first performance of «Zweigung» by Roland Moser, a composition dedicated to the Basel String Quartet, and in 2012 the quartet commissioned a work from Cécile Marti, 2019 the Basel String Quartet premiered the the quartet "Wanderer" by Andreas Pflüger.